Ende des Kreditkarten Umtausches absehbar
Wenn man die Berichte der vergangenen zwei Wochen Revue passieren lässt, wird relativ schnell deutlich, dass die Streitigkeiten zwischen den Banken und Kreditkartenanbietern im Grunde weitaus medienwirksamer waren als die Sorgen der Verbraucher, deren Daten möglicherweise gestohlen worden sind.
Nun scheint der Umtausch jedenfalls weitgehend abgeschlossen zu sein, wenigstens äußert man aktuell beim ZKA, dem Zentralen Kreditausschuss, diese Hoffnung. Die Vorsichtsmaßnahmen gehen allmählich in die letzte Runde, einige wenige Banken und Anbieter von Kreditkarten ziehen ihrerseits noch nach, indem sie ihren Kartenkunden ebenfalls als Vorsichtsmaßnahme neue Kreditkarten zukommen lassen.
Dieser Vorsorgeaspekt ist aber dennoch der wesentlich Punkt, der vielen Verbrauchern auf den Magen schlägt. Denn die ersten Banken haben inzwischen Meldungen verlautbaren lassen, die darauf schließen lassen, dass es durchaus nicht nur bei einer Handvoll Kreditkarten tatsächlich zu Unregelmäßigkeiten – wie es fachlich so schön immer formuliert wird – gekommen sein soll.
Meldungen dieser Art hatte es zuletzt zum Beispiel bei der Postbank gegeben, die selbst rund 37.000 Kunden mit neuen Kreditkarten versorgt hatte. Auf die realen Verdachtsmomente haben die Sparkassen und Banken im Lande laut ZKA aber in entsprechender Form reagiert, indem man die Kontrollen der betreffenden Kreditkarten und der zugehörigen Kontobewegungen noch genauer fortgesetzt hat. Mittlerweile sollen auch in den Nachbarländern Schweiz und Österreich vergleichbare Fälle von Datenmissbrauch entdeckt worden sein.

