ENISA weist auf hohen Kriminalitätsanstieg bei Kreditkarten hin
Die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit sorgt erneut für große internationale Bedenken mit ihrer aktuellen Statistik zur Kriminalitätsrate im Zusammenhang mit Geldautomaten und Kreditkarten.
Eigentlich werden viele Banken und Politiker nicht müde zu betonen, welche Fortschritte inzwischen im Kampf gegen Delikte dieser Art gemacht werden konnten. Doch die Zahlen und die Erfahrungen vieler betroffener Kreditkarten-Nutzer, die etwa im Urlaub im Ausland am Automaten Geld abheben und dabei Opfer eines Betrugs werden, sprechen eine deutlich andere Sprache.
Laut ENISA brachte das Jahr 2008 in Bereich einen traurigen Rekord mit sich. Seit dem Jahr 2007 stiegen die Zahlen im Sektor der Geldautomaten-Kriminalität um mehr als drastische 149 Prozent. Dabei sieht man das Risiko für die Nutzer von EC-Karten und Kreditkarten gerade in der steigenden Zahl von Geldautomaten, die in ganz Europa für die Kunden bereitgestellt werden.
Im vergangenen Jahr entstand europaweit ein Schaden in einer Größenordnung von etwa 0,5 Milliarden Euro. Die Betrüger greifen auf immer neue Verfahren für den Betrug zurück. Leicht gemacht wird es den Tätern dabei etwa durch die neuen Automaten-Angebote in Supermärkten oder an Tankstellen.
Dort fallen die Sicherheitsvorkehrungen oftmals weg, so dass den Tätern leichtes Spiel geboten wird. Die meisten Delikte beim Karten-Betrug werden immer noch auf klassische Weise begangen, beliebt ist zum Beispiel das Skimming, bei dem Karten-Nutzer mit einer Kamera ausspioniert werden.

