Erste Anzeichen für Entspannung der Finanzkrise

Die Finanzkrise hat in den letzten Wochen die Welt in Atem gehalten und war das beherrschende Thema in den Medien. Nun jedoch gibt es erste Anzeichen für eine Entspannung im Finanzsektor, da die Zinsen im Interbankenhandel gesunken sind.

Der Interbankenhandel sorgt dafür, dass sich die verschiedenen Institute gegenseitig Geld leihen können. Dies ist deshalb wichtig, weil nur so die Banken in der Lage sind, mit den einlagen ihrer Kunden Profite zu machen und Geschäfte für Unternehmen zu finanzieren. Bekommt eine Bank also keine liquiden Mittel mehr aus dem Interbankenhandel, sind ihre Möglichkeiten extrem eingeschränkt. Dies war in den letzten Wochen der Fall, da sich die Banken nach der Lehmann Brothers Pleite gegenseitig kaum noch vertraut haben und dementsprechend kaum noch Geld verliehen wurde.

Gerade diese Knappheit an finanziellen mitteln hat jedoch dazu geführt, dass weitere Banken in eine finanzielle Schieflage geraten sind, was wiederum die Vertrauenskrise vorangetrieben hat. Ein Teufelskreis also, aus dem die Banken langsam wieder auszubrechen scheinen. Erstmals seit mehreren Wochen sind die Referenzzinsen für Termingelder, die als wichtiger Indikator für den Interbankenhandel gelten, nämlich wieder gesunken. Nach einem Stand von 5,50% am 09. Oktober lag der Zinssatz am 20. Oktober nur noch bei 5,14%, was einer merklichen Verbesserung gleichkommt.

Auch wenn nach einhelliger Meinung unter Bankern noch kein Grund zur Entwarnung gegeben werden kann, so scheint es doch ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass die Banken bald wieder ohne Probleme arbeiten können.

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