Erste Banken senken Tagesgeld Zinsen deutlich

Wenn es um die eigenen Belange geht, sind die Banken schnell mit einer Umsetzung der Vorgaben der EZB zur Hand.

So wirkt es jedenfalls auf die Verbraucher, die sich immer öfter vergeblich nach sinnvollen Tagesgeldkonten umsehen, um dort ihr Erspartes für eine Weile zwischen zu lagern. Die Konditionen für derartige Angebote sind jedoch inzwischen nicht mehr so lukrativ wie noch vor wenigen Wochen, als fünf Prozent möglich waren, wenn man sein Geld für eine Zeitspanne von einem Jahr in feste Hände bei der Bank seines Vertrauens geben wollte.

Doch wie immer, wenn EZB-Chef Trichet an der Leistzins-Schraube dreht, folgen die Veränderungen auf dem Bankensektor unmittelbar. Und so fallen die Guthabenzinsen immer weiter und zumindest gefühlt auch immer schneller. Frühere Spitzensätze bei Banken wie der NIBC Direct aus den Niederlanden liegen nun auch nur noch bei etwa vier Prozent.

Damit bleiben sie jedoch Sieger im Zinsvergleich, was nur ein weiteres Indiz dafür ist, wie niedrig die Bankenkunden ihre Erwartungen heute beim Tagesgeld schrauben müssen. Lange wird es daher vermutlich nicht mehr dauern, bis der durchschnittliche Zinssatz beim Tagesgeld unter die Marke von 1,50 Prozent oder sogar tiefer fallen wird.

So erklärt sich auch, warum viele Kunden inzwischen auf Festgeld umschwenken, um wenigstens ein paar Monate auf Nummer sicher zu gehen.

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