Experten raten zu Vorsicht bei Anleihen

Wenn man sich den Sektor der aufkommenden neuen Anleihen genauer anschaut, könnte man das Gefühl bekommen, es habe die Krise in ihrer derzeitigen Form eigentlich niemals wirklich gegeben.

Das lassen auch Hinweise der bekannten Testagenturen durchblicken. Selbst von der Krise betroffene Banken wie die Baden-Württembergische Landesbank und die Hypovereinsbank setzen in diesen Tagen wieder auf Anleihen, die für den Kunden doch mit deutlichen Risken verbunden sind.

Interessant mögen die Produkte wie das Modell Crelino Anleihe der Hypovereinsbank sicher auf den ersten Blick wirken mit einem Zinssatz von rund 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Doch die bis zum 20. Juni 2014 laufende Anleihe auf die Schweiz kann nur ausgezahlt werden, wenn das Land zu diesem festgesetzten Zeitpunkt überhaupt über genügend Liquidität verfügt.

Nicht nur das Beispiel Island zeigt den Anlegern doch aktuell, dass es in Krisenzeiten im Grunde nichts gibt, worauf man sich mit 100%iger Sicherheit verlassen kann. Grundsätzlich abraten wollen Anlageberater keineswegs bei den neuen Anleihen auf dem Finanzmarkt. Es geht eher darum, ein Verständnis beim Anleger zu erzeugen. Kunden sollten sich vor dem Ankauf genau informieren, in welches Land oder welches Unternehmen sie über die Anleihen ihr Kapital investieren.

Ein Ausruhen – wie früher gern Usus – gibt es nicht mehr für die Sparer. Hier unterscheidet sich die Anleihe vom sicheren Tagesgeld und vergleichbaren Produkten. Anleihen-Besitzer müssen jederzeit die Anleihe im Blick haben, um schnell mit einem Verkauf reagieren und Verluste abwenden zu können.

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