Experten warnen vor Investitionen in offenen Immobilienfonds
Denjenigen Anlegern, die bereits vor einiger Zeit in die ach so sicheren offenen Immobilienfonds investiert hatten, hilft der Ratschlag der deutschen Verbraucherschützer sicher nicht mehr weiter.
Schließlich gilt für gut 300 000 sparfreudige Bürger, dass sie trotz aller Versprechen von den Fonds-Anbietern momentan nicht an ihr Geld kommen. Insbesondere viele Selbstständige, die solche Produkte des Finanzmarktes zum Zwecke der Altersvorsorge nutzten, haben derzeit das Nachsehen. Beendet ist die Krise auf dem Sektor damit längst noch nicht.
Auch in den kommenden Monaten werden laut Ankündigungen etliche der offenen Fonds keine Anteile zurückkaufen von den Kunden. Eine Art rühmliche Ausnahme ist dabei der Degi International, der Ende des Monats wieder seine Pforten für die Anleger öffnen will. Schon im Oktober waren erste Meldungen veröffentlicht worden, dass insgesamt elf Fonds für bis zu sechs Monate die Anleger auf ihren Anteilen sitzen lassen werden.
Für Anleger, die innerhalb einer Frist von 12 bis 24 Monaten ihr Kapital benötigen könnten, raten die Verbraucherzentralen vom Einstieg bei den alles in allem immerhin 27 deutschen Vertretern unter den offenen Immobilienfonds ab. Dabei heißen diese Formen der Fonds „offen“, eben weil Geld jederzeit wieder abgezogen werden kann.
Der Grund für die vorübergehende Schließung durch die Anbieter ist die Sorge, dass die große Mehrheit der Anleger ihr Kapital einfordern und somit die Fonds-Modelle erheblich ins Wanken bringen könnten. Denn wo keine Liquidität ist, kann natürlich auch keine Auszahlung vorgenommen werden.

