Experten warnen vor Kollaps der Krankenversicherung

Die Krankenkassen steuern 2011 auf ein massives Milliardenloch zu. Um den Problemen wenigstens im Ansatz Herr zu werden, hat die schwarz-gelbe Bundesregierung eine neue Gesundheitsreform auf den Weg gebracht. Und setzt auf große Kassen.

Branchenvertreter warnen jetzt vor den Folgen, die Fusionen in der gesetzlichen Krankenversicherung mit sich bringen. Setzt sich die Fusionswelle im derzeitigen Tempo fort, könnten Krankenkassen bald zu groß für die Insolvenz sein. Rolf Stuppardt vom Bundesverband der Innungskrankenkassen beziffert die Zahl der Fusionen allein in den letzten 24 Monaten auf 53.

Große Krankenkassen – too big to die

Das grundsätzliche Problem sieht Stuppardt darin, dass die kleineren Kassen durch die Fusionen immer stärker wachsen und bald einen Punkt erreichen, an dem sie zu bedeutend für eine Insolvenz werden. Denn die Masse der neu zu Versichernden würde im Fall einer systemrelevanten Krankenkasse in die Millionen gehen. Am Ende müsste der Staat und damit der Steuerzahler, wie bei den Banken, für die Rettung einspringen. Und bezahlt doppelt – für Beiträge und finanzielle Hilfen.

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