Experten wittern neuen Anstieg der Dispozinsen

Die Überziehungszinsen für Girokonten sind zu hoch. Das bemängeln Verbraucherschützer schon seit Monaten. Schließlich sind die Leitzinsen derzeit auf einem historischen Tief. Bei den Dispozinsen kann man fast schon vom Gegenteil sprechen.

Zwar hat ein Teil der Banken auf die anhaltende Kritik reagiert. Aber eine langfristige Entspannung der Lage halten Experten für unwahrscheinlich. Der Grund: Neue Gesetze, die den Verbraucher eigentlich entlasten sollen. Der Gesetzgeber nimmt die Banken in die Pflicht, ihre Dispozinsen an einen Referenzzins zu koppeln.

Gesetz kommt zur Unzeit

Und genau hier liegt das Problem. Denn derzeit sind die Zinsen fast flächendeckend im Keller. Wer jetzt die Dispozinsen etwa an den Leitzins der EZB koppelt, benachteiligt die Verbraucher zusätzlich, da langfristig die Zinsen wieder steigen werden. Und damit können Banken die Dispozinsen ebenfalls anziehen. Die Differenz zwischen Dispo- & Referenzzins bleibt unverändert.

Wer die Leidtragenden einer solchen Entwicklung sind, liegt auf der Hand. Es können nur die Verbraucher sein, die in Zeiten anziehender Zinsen die Zeche für den mangelnden Weitblick der Politik zahlen. Was bleibt als Alternative? Experten raten Bankkunden, bei hohen Überziehungszinsen das Konto zuwechseln.

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