EZB-Präsident fordert Nachbesserungen für EU-Rettungsschirm
2011 könnte für die europäische Gemeinschaftswährung ein Schicksalsjahr werden. Die Schuldensituation einiger EU-Länder und die daraus resultierende Unruhe der Kapitalmärkte hatte bereits in den vergangenen Monaten die Medien dominiert. Nach dem Aufspannen des Rettungsschirms für Euro-Länder schien – zumindest bis zum Fall Irland – erst einmal alles ruhig. Umso lauter werden seit einiger Zeit Forderungen, den Rettungsfonds nachzubessern.
Trichet für mehr Quantität und Qualität
Seitens der Europäischen Zentralbank wird die Forderung erhoben, den sogenannten Europäischen Finanzstabilisierungsfonds in seiner Quantität und Qualität zu verbessern. Dahinter versteckt sich unter anderem das Ansinnen, den Fonds von derzeit 440 Milliarden Euro aufzustocken.
Bezieht man die versprochenen Hilfen des IWF und aus dem EU-Haushalt mit ein, erhält der Rettungsschirm ein Volumen von 750 Milliarden Euro. Angesichts möglicher Schuldenkandidaten wie Spanien oder Italien sehen Experten den Rettungsschirm als zu gering bemessen, da nur ein Teil der Summe tatsächlich abgerufen werden kann, um die Märkte und Rating-Agenturen nicht zu beunruhigen.
Bildquelle: racamani / fotolia.de

