EZB rettet das Zinsniveau

Nachdem der Zinssatz zuletzt unter die Marke von 4 Prozent gerutscht war, zieht die EZB überschüssige Liquidität wieder ein. Als Ausgleich für die Summen die in den vergangenen Tagen und Wochen in den Markt gepumpt wurden. Die EZB bot Banken an bis zu 60 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 4 Prozent zurück zu nehmen. Als Laufzeit für dieses Geschäft wurde ein Tag ausgelobt.

Die letzte Ausgleichsmaßnahme hatte die EZB im Juni durchgeführt, allerdings hatte die europäische Zentralbank zu diesem Zeitpunkt nur ein Zehntel dessen zurück geholt, um was es aktuell geht. Grundsätzlich ist diese Maßnahme also das genaue Gegenteil dessen, was die EZB die letzten Wochen getan hatte. Geld rein in den Markt und jetzt, wo genug Geld da ist, nehmen sie es wieder raus. Eine Routineoperation zur Zinssteuerung. Doch eine Zukunftsprognose, lässt sich aus solch eine Maßnahme nicht ablesen.

Hintergrund dieser Aktion ist die Festlegung der Mindestreserven welche die europäische Zentralbank alle paar Wochen durchführt. Die Festlegung erfolgt für vier Wochen im Voraus und meist ist zum Ende dieser Zeitspanne immer etwas „mehr los“ bei den Zinsbewegungen. Banken nämlich, müssen die Reserverichtlinien erfüllen und ein Entzug der liquiden Mittel ist wie eine Feinjustierung des Zinsniveaus zu verstehen.

Ein dann eingeleitetes und so genanntes Tenderverfahren ermöglichst es Banken und Sparkassen wie auf einer Auktion Gebote abzugeben und die Menge Geldes auszuschöpfen, bis zur, von der EZB festgelegten Grenze. So wird der Geldmarkt entweder befüllt, oder abgeschöpft.

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