Falschgeld – Zahl der Blüten hat 2010 zugenommen

FalschgeldScanner, Farbdrucker und Papier – mehr ist nicht nötig, um Falschgeld herzustellen, zumindest rein vom optischen Standpunkt. In der Praxis haben solche “Blüten” allerdings kaum eine Chance. Professionell hergestelltes Falschgeld muss schon mehr bieten, als Farbe und Papier. Schließlich sind in die Euro-Scheine verschiedene Sicherheitsmerkmale eingearbeitet. Trotzdem – die Zahl der Blüten ist im vergangenen Jahr wieder gestiegen.

Anstieg um 14 Prozent

Gegenüber dem Jahr 2009 wurden im vergangenen Jahr 14 Prozent mehr Blüten sichergestellt. Mit 60.000 falschen Euro-Noten hat das Falschgeld-Aufkommen hierzulande einen Stand wie zuletzt im Jahr 2005 erreicht. Trotzdem sehen Experten die Lage entspannt.

Schließlich ist Deutschland immer noch weit unter dem europäischen Durchschnitt. Besonders gern werden anscheinend 50 Euro-Scheine gefälscht. Der Grund: Anders als 100- oder 200-Euro-Noten werden die Fünfziger in wesentlich geringerem Umfang geprüft.

Den Schaden, der durch Falschgeld entsteht, beziffern Experten auf 3,4 Millionen Euro. Speziell der Einzelhandel hat unter falschen Banknoten zu leiden. Die Kriminellen zahlen mit der Blüte, um anschließend echtes Wechselgeld in den Händen zu halten.

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