Rentenversicherung
Fast 80 Prozent der Deutschen gegen niedrigere Rentenbeiträge
Was ist den Menschen in Deutschland wichtiger – ein sinkender Rentenbeitrag oder mehr Sicherheit im Alter? Im ersten Moment könnte man sicher für ein dickeres Portemonnaie plädieren, gehört dann allerdings zur Minderheit der deutschen Bevölkerung. Laut einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes, durchgeführt vom renommierten Forsa-Institut, sind 79 Prozent der zu diesem Thema befragten Bundesbürger dafür, den Rentenbeitrag nicht zu verändern.
Sicherheit geht in den Köpfen vor
Stattdessen sollte der Überschuss, den Experten für die gesetzliche Rentenversicherung erwarten, lieber in die Bekämpfung von Altersarmut gesteckt werden. Die Angst vor dem finanziellen Abseits im Rentenalter scheint also größer als der Wunsch nach mehr netto vom brutto. Die Zahl derer, die genau dieses Plus im Geldbeutel lieber hätte, ist mit 12 Prozent eher gering.
Warum könnte der Beitrag zur Rentenversicherung im kommenden Jahr überhaupt sinken? Verantwortlich sind Regelungen, welche ab einem Wert von 1,5 Monatsausgaben greifen. Übersteigen die Reserven der Rentenversicherung diese Grenze, kommt es zu einem Sinken des Beitrags.
Altersarmut als Herausforderung
Dass Altersarmut in vielen Köpfen einen Platz einnimmt, belegt nicht nur das Gesamtergebnis der Umfrage. Auch die einzelnen Teilergebnisse der Befragung machen die Bedeutung finanzieller Sicherheit deutlich. 71 Prozent der befragten Anhänger der Union haben sich gegen sinkende Rentenbeiträge ausgesprochen. In dieses Bild passt, dass inzwischen selbst Abgeordnete der Union sich für konkrete Regelungen, wie die Rente nach Mindesteinkommen, stark machen.

