Fehlende Altersvorsorge aus Mangel an Geld und Informationen

Eine aktuelle Studie vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) hat ergeben, dass die Deutschen sich für private Altersvorsorge zu arm fühlen. Insgesamt wurden rund 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen zwischen 18 und 60 Jahren über das Internet befragt. Verallgemeinert kann man sagen, dass mit wachsendem Einkommen auch die Bereitschaft steigt, Vorsorge für das Rentenalter zu betreiben.

Demnach sorgen nur 28 Prozent der Deutschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro vor. Bereits bei einem  Haushaltsnettoeinkommen zwischen 2.000 und 3.000 Euro sorgen rund drei Viertel der Deutschen vor. Für diejenigen, die keine Alterssicherung betreiben, hatten 71 Prozent fehlendes Geld als Grund angegeben.

Große Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen sowie den jüngeren Altersgruppen und den Älteren. Erstaunlicherweise haben nur etwa 58 Prozent der Frauen, aber rund 71 Prozent der Männer fürs Alter vorgesorgt. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sorgen etwa 42 Prozent vor, in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen sind es bereits etwa 70 Prozent.

Dabei fühlen sich nur wenige (acht Prozent) schlecht beraten. Vielmehr spielen mangelnde Informationen bei 19 Prozent eine große Rolle für eine fehlende Alterssicherung. Viele kennen die Vorsorgelücke nicht. Deswegen raten Experten frühzeitig mit der Vorsorge zu beginnen und mit kleinen Beiträgen anzufangen.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

  • Rente: Arbeitnehmer verlieren Vertrauen in Altersvorsorge
  • Riester-Rente nach zehn Jahren ein Fehlkonstrukt
  • Weniger Überschussbeteiligung bei Lebensversicherungen
  • Nur jeder 10. Selbständige sorgt mit Rürup Rente vor
  • Junge Erwachsene zeigen wenig Interesse am Geld
  • Immobilien für Deutsche wichtigste Altersvorsorge
  • Jugendliche gehören zu den eifrigen Sparern
  • Deutsche Verbraucher sind Altersvorsorge-Beratungsmuffel
  • Altersvorsorge ein Sorgenthema bei jungen Deutschen
  • Deutsche Verbraucher geben weniger für Altersvorsorge aus