Festgeld beliebt bei jungen Leuten
Laut einer Umfrage im Finanzsektor entwickelt sich die Generation der heute 21 bis 29 jährigen Menschen zu einer sehr konservativen Sparergesellschaft.
Konservativ und gleichzeitig jung? Geht das wirklich zusammen? Die Finanzwelt beobachtet dieses Phänomen jetzt schon länger. Immer mehr Junge Menschen setzen bei Geldanlagen konsequent auf Sicherheit. Immobilienwerte sind gefragt, sogar das alte Sparbuch wieder im Kommen und vor allem Festgeld boomt bei den jungen Leuten. Experten raten zum Umdenken, doch ist die Strategie „Safety first“ wirklich so falsch?
Das Ziel der jungen Anleger ist das Gleiche, wie auch bei allen anderen Anlegern. Rendite sichern und Vermögensaufbau betreiben, doch betreiben die Twens von heute das ganze System anders, als es beispielsweise jugendliche Teenager tun würden. Twens gehen heute auf Nummer sicher und Teenager würden eher spekulieren. Experten der Frankfurter Sparkasse raten deswegen verstärkt immer wieder zu einer verteilten Anlagestrategie. Festgeld kostet bald zuviel Steuern, Immobilien bringen kaum mehr als die Hälfte des Ertrags von Aktien – langfristig gesehen. Es gilt stets einen gewissen Prozentsatz Aktien im eigenen Anlagedepot zu haben. Prozentual gerechnet kann man sich an die Faustformel 100 minus Lebensalter halten, so dass ein 25 jähriger Anleger rund 75 Prozent seines Vermögens in Aktien haben sollte um konsequent und nachhaltig ein Vermögen aufzubauen. Das Risiko ist höher, aber notwendig, um den Anschluss an die ganz großen Renditen nicht zu verlieren und wer will schon mit seinem Ersparten nur die steigende Inflation ausgleichen?

