CD aus Luxemburg

Finanzamt ermittelt gegen Steuersünder

Strafermittler und das Finanzamt planen einen Coup gegen Steuerhinterzieher. Wie das Nachrichten-Portal „Spiegel Online“ berichtet, soll die Basis der Ermittlungen eine Daten-CD sein, welche bereits im vergangen Jahr ihren Weg aus Luxemburg nach Deutschland gefunden hat. Auf dem Datenträger sollen Informationen zu 3.000 Steuerhinterziehern enthalten sein. Für Deutschland wäre es einer der größten Fälle seiner Art.

Steuerhinterziehung zunehmend schwieriger

Lange galt das „Vorbeimogeln“ von Kapital am Fiskus allgemein eher als Kavaliersdelikt. Inzwischen hat sich diese Situation aber grundlegend verändert, zumal viele der ehemaligen Steuerparadiese zunehmend auf den Kurs von Deutschland und dessen Nachbarn einzuschwenken scheinen, um Nachteile zu verhindern.

Allerdings – und hier dürfte es sicher auch mit dem Verständnis vieler Verbraucher vorbei sein – soll es im aktuellen Verfahren teilweise um Steuersünder mit einem dreistelligen Millionenbetrag gehen. Wie aus den Medienberichten hervorgeht, handelt es sich dabei im Übrigen nicht nur um Privatkunden, sondern auch Unternehmen. Zu den beteiligten Banken gehört unter anderem eine Tochter der britischen Großbank HSBC aus Luxemburg.

Haftstrafen in schweren Fällen

Mit welchen Strafen müssen Steuerhinterzieher rechnen? Generell richtet sich die Strafe nach der Höhe der geschuldeten Steuerschuld, kann sich aber bis zu einer zehnjährigen Haftstrafe erstrecken. Nach einem Urteil der BGH (Bundesgerichtshof; Az: 1 StR 416/08) werden i. d. R. bis 50.000 Euro nur Geldstrafen verhängt.

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