Firmenanleihen finden verstärkten Zuspruch bei Anlegern
Verwunderlich ist die Entwicklung auf dem Investitionsmarkt eigentlich nicht. Wie in anderen Bereichen sind die Interessenten immer und überall auf der Suche nach dem „next big thing“, wie es neudeutsch so schön heißt.
Umso akribischer geht die Investitions-Pirsch dann vonstatten, wenn wie momentan die Auswahl wirklich guter Produkte an einer Hand abgezählt werden kann. Viele Anleger splitten ihre zur Verfügung stehenden Mittel.
Einen Teil legen sie zunehmend auf dem Tagesgeldkonto an, um dort sichere Zins zwischen zwei und drei Prozent abzugreifen. Den Rest investiert eine wachsende Gruppe Sparer in Firmenanleihen. Selten zuvor stieg die Zahl der Angebote auf diesem Sektor so rasant wie in den vergangenen Monaten seit Jahresanfang.
Waren die Anleihen schon der hohen Mindesteinlagen früher oft institutionellen Investoren vorenthalten, heißt man bei den Anbietern längst auch die Privatanleger herzlich willkommen. Dass so viele Firmen bereit sind, die derzeit steigenden Renditen mitzumachen, liegt nicht zuletzt an der Rezession der Weltwirtschaft und vor allem an der zurückhaltenden Kreditvergabe durch die Banken. Geld muss her. Und das sprichwörtlich um jeden Preis.
Gerade Großkonzerne haben kaum Möglichkeiten, ihren enormen Kapitalbedarf zu decken. Doch die Anleger sollten vorsichtig sein. Dieser Tage gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass auch angeblich sicher aufgestellte Unternehmen in die Pleite rutschen können. Mit ihnen versinken dann leider auch die in Unternehmensanleihen investierten Gelder.

