Führende Wirtschaftsexperten üben Kritik am Konjunkturpaket der Bundesregierung

Die Bundesregierung plant ein 15-Punkte-Programm, um die deutsche Wirtschaft vor einer Rezession zu retten. Das Maßnahmenpaket ist heute vom Kabinett verabschiedet worden, ist für viele Experten jedoch eher wirkungslos.

So plant die Bundesregierung unter anderem steuerliche Vergünstigungen bei der umweltgerechten Modernisierung von Häusern und Wohnungen, sowie eine Ausweitung der Verkehrsinfrastruktur. Auch Käufe von energiesparenden Autos sollen steuerlich gefördert werden. Auf diese Weise plant die Bundesregierung, bis zu 50 Milliarden Euro an Investitionen zu provozieren und damit über 1 Million Jobs zu halten.

Einige Wirtschaftsexperten äußerten sich jedoch sehr skeptisch zum Wirkungsgrad dieses Konjunkturprogramms. So bezeichnete der DIW-Chef Klaus Zimmermann die beschlossenen Maßnahmen als Symbolpolitik, die im Falle einer wirklich tief gehenden Rezession kaum Wirkungen entfalten würden. Thomas Meyer, Chef-Volkswirt der Deutschen Bank sieht das sehr ähnlich und sagte zudem, dass die Maßnahmen viel zu aufgesplittet seien, um Wirkungen entfalten zu können.

Auch auf dem Arbeitsmarkt sollen offensichtlich leichte Veränderungen vorgenommen werden, denn zum einen ist angedacht, 1.000 zusätzliche Arbeitsvermittler einzustellen und zum Anderen wird das Kurzarbeitergeld befristet von 12 auf 18 Monate angehoben, um entsprechende Kündigungen vermeiden zu können.

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