Gabriel für teilweise Abkehr von der Rente mit 67
SPD-Chef Sigmar Gabriel hat am Wochenende die Rente mit 67 zumindest in Teilen in Frage gestellt. Der SPD-Chef stimmt einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit nur dann zu, wenn entsprechende Erwerbsquoten die Einführung auch rechtfertigen. Bleibt die Erwerbsquote der ab 60-Jährigen aber so niedrig wie jetzt, hält Gabriel die Rente mit 67 für nicht durchführbar.
Der SPD-Chef beruft sich dabei auf Zahlen, die bei den Männern von 23 Prozent und bei den Frauen von 14 Prozent sprechen, die über 60 noch in Vollzeit erwerbstätig sind.
Anhebung des Eintrittsalters versteckte Rentenkürzung
Sigmar Gabriel wies darauf hin, dass unter den gegebenen Umständen eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre eine Rentenkürzung bedeutet. Viele Arbeitnehmer fallen bereits lange vor Erreichen dieser Altersgrenze aus dem Arbeitsprozess heraus. Eingeführt werden soll die Rente mit 67 im Jahr 2012 und ist Teil der Rentenreform. Befürworter warnen vor einem Kippen der Rente mit 67. Wer sich im Alter vor finanziellen Einschnitten schützen will, sollte sich bereits jetzt um eine private Altersvorsorge bemühen.

