Geldabheben am Fremdautomaten 2009 deutlich teuer

Eigentlich hatten die Verbraucher vielfach in den vergangenen Monaten das Gefühl, besser gegen die Kosten-Willkür der Banken geschützt zu sein als vor der Krise.

Die Realität – so zeigt sich nun im Bereich der Geldautomaten-Abhebungen beispielsweise – sieht jedoch weitaus anders aus, als es die Bankkunden eigentlich gerne hätten.

Während sich bei der Einlagensicherung und den Anforderungen an die Beratungsgespräche bei den Banken einiges getan hat, halten die Banken nun beim Kunden-Gang zum fremden Geldautomaten ordentlich die Hand auf.

Allein seit Sommer 2008 sind die geforderten Gebühren fürs Geldabheben an Automaten fremder Institute in Einzelfall um maximal 86 Prozent gestiegen. Durften sich Kunden zuletzt aus gutem Grund über Gebühren in Höhe von fünf Euro pro Abhebung aufregen, sehen die Zahlen aktuell noch gravierender aus.

So fordern nicht wenige Banken inzwischen sogar 7,50 Euro von ihren Kunden, wenn diese gerade keine Möglichkeit haben, einen Automaten der eigenen Bank aufzusuchen. Bei kleinen Abhebungssummen ist dies ein Kostenfaktor, der für Verbraucherschützer grundsätzlich nicht hinnehmbar ist.

Im Vergleich die Zahlen aus dem Jahr 2006: Damals mussten die Kunden an fremden Automaten durchschnittlich etwa 4,38 Euro hinblättern. Bei einem Durchschnittswert aus 50 befragten Banken liegt dieser Kostenfaktor nun bei immerhin 5,14 Euro.

Mehr als 50% der Banken, die ins Visier der Verbraucherschützer gelangten, erhöhten die Kosten für die Abhebung. Einen wesentlichen Unterschied zwischen kleineren, regionalen Banken und Großbanken gibt es im Grunde nicht.

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