General Motors will Kredite fristgerecht zurückzahlen
Bei den deutschen Opelanern sorgten die heutigen Meldungen aus der Firmenzentrale des angeschlagenen US-Autounternehmen General Motors für einigen Trubel. Kein Wunder, denn die Auswirkungen könnten durchaus erheblich sein.
Über Monate hieß es inzwischen, dass GM Opel an den österreichisch-kanadischen Konzern Magna verkaufen wolle. Diese Planung wurde nun über den sprichwörtlichen Haufen geworfen. General Motors will nun Opel doch lieber selbst behalten und sanieren.
Die Überraschung über diese Pläne ist vor allem in der Politik und natürlich beim Übernahmekandidaten Magna groß. Dabei hatte es sich bereits angekündigt, seit klar war, dass Magna staatliche Kredite für die Opel-Sanierung erhalten sollte. Für drei Milliarden US-Dollar will GM nun selbst die nötigen Schritte bei Opel einleiten.
Probleme hatte es auch gegeben, weil die EU-Kommission ihren Bedenken bezüglich des Verkaufs an Magna Luft gemacht hatte. Die Bundesregierung forderte nun die vorzeitige Rückzahlung der Brückenkredite, die GM erhalten hatte. Der Autokonzern will dieser Aufforderung bereits zum 30. November Folge leisten.
Angeblich – so GM in den aktuellen Meldungen –, damit dem deutschen Steuerzahler keine unnötigen Belastungen entstehen. Für viele Opelaner ist die angespannte Situation allerdings gar nicht verständlich. So äußern viele Arbeitnehmer, dass Kündigungen in allen Fällen auf die Belegschaft zukämen. Unter welcher Führung dies geschehe, sei nicht weiter wesentlich.

