GKV: Schwarz-Gelb will Patienten an Arztkosten beteiligen

Die gesetzliche Krankenversicherung braucht dringend Geld. Offenbar sind die Mittel der Kassen so knapp, dass die schwarz-gelbe Regierungskoalition jetzt zu unkonventionellen Mitteln greift. Und sich bei der privaten Krankenversicherung neuer Ideen bedient. Wie die „Bild“ in ihrer Ausgabe vom Freitag berichtet, plant die Regierung die Beteiligung der Patienten an den Arztkosten.

Wer im kommenden Jahr nach einem Arztbesuch die Ausstellung einer Rechnung verlangt, soll einen Teil der Behandlungskosten tragen. Die Zeitung spricht von zwei Prozent und beruft sich dabei auf Verhandlungskreise. Im Gegenzug will man den Betroffenen Vergünstigungen gewähren – etwa in Form einer Befreiung von Zusatzbeiträgen.

Ist die Kostenbeteiligung der erste Schritt zur Einheitskasse?

Eine Beteiligung der Patienten an den Kosten ihres Arztbesuchs wäre in der gesetzlichen Krankenversicherung ein echtes Novum. Um Versicherten den Schritt zu erleichtern, müssten Kassen und Bundesregierung den Patienten einen echten Vorteil bieten, der sich unterm Strich auch langfristig auszahlt. Bevor aus GKV und PKV eine Einheitskasse wird, wie von einigen Experten gefordert, dürfte noch ein weiter Weg zurückzulegen sein. Die Kostenbeteiligung wäre ein 1. Schritt.

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