GKV Zusatzbeitrag kostete Krankenkassen Hunderttausende Mitglieder
Reichen die Zuwendungen aus dem Gesundheitsfonds nicht aus, dürfen Krankenkassen über Zusatzbeiträge die Versicherten zur Kasse bitten. 2010 haben erste Kassen zu diesem Mittel gegriffen. Eine Garantie für steigende Einnahmen sich die Zusatzbeiträge aber nicht. Wie die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet, haben Versicherte kurzerhand ihr Sonderkündigungsrecht wahrgenommen und sich eine neue Krankenkasse gesucht – ohne Zusatzbeiträge.
Hunderttausende wechselten 2010 ihre Krankenkasse
Betroffen von dem Mitgliederschwund, der in die Hunderttausende geht, sind unter anderen die Deutsche Angestellten-Krankenkasse und die KKH-Allianz. Die DAK musste mit 460.000 Mitgliedern den wohl größten Rückgang verkraften. Bei der KKH-Allianz sank die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr um 190.000. Unter Berücksichtigung der Größe hat die KKH-Allianz damit den größeren Brocken zu schlucken.
Gefreut haben sich im Gegenzug die Krankenkassen, die im vergangenen Jahr ohne Zusatzbeiträge ausgekommen sind. Barmer GEK, TK oder IKK Classic haben laut der „Leipziger Volkszeitung“ neue Mitglieder in ihren Reihen willkommen heißen können. Wer 2011 von Zusatzbeiträgen getroffen wird, kann das Sonderkündigungsrecht nutzen, sollte dabei unbedingt die zwei monatige Kündigungsfrist im Auge behalten.
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