GM will erste Kredite vom Staat noch 2009 erstatten
Kaum ein Thema wird derzeit so rege diskutiert wie die Sanierungspläne des US-amerikanischen Autoherstellers General Motors für sein Tochterunternehmen Opel. GM hatte Opel zunächst an den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna verkaufen, gab dann aber vor kurzem bekannt, man wolle die Sanierung doch lieber auf eigene Faust vornehmen.
Eigentlich wollte man GM zu diesem Zweck gerne die Kredite vom Staat bekommen, die dieser für Magna als Unterstützung angekündigt hatte.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hatte nun aber zum Wochenende mitgeteilt, dass zwar gerne die Bundesländer mit Opel-Standorten als Kreditgeber infrage kämen, der Bund jedoch stehe erneuten Krediten für GM mit einem klaren Nein gegenüber. Für diese Einstellung war Brüderle deutlich kritisiert worden. Auch aus den Ländern, denn diese hoffen nach wie vor ihrerseits, dass GM auch aus Berlin finanzielle Hilfen bekommen wird.
Während dessen kündigte man bei General Motors in Detroit an, mit der Erstattung der bisherigen Kredite in Höhe von 6,7 Milliarden US-Dollar spätestens bis zum Ende dieses Jahres beginnen zu wollen. Nach bisherigen Meldungen soll die erste Rate an Kanada Ende Dezember in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar gezahlt werden. So besagen es wenigstens die Meldungen aus der GM Konzernzentrale.
Geplant sei die exakte Ankündigung der Rückzahlungspläne im Rahmen der heutigen Bekanntgabe der Quartalszahlen. Bei diesen handelt es sich um die ersten Bilanzen nach dem Übergang in die Insolvenz im Hause GM. Eigentlich hätte GM bis 2015 Zeit für die Rückzahlungen der laufenden Kredite.

