Grüne Banken im Aufwärtstrend
Nicht allein deshalb, weil die Krise die Anleger zum Umdenken gebracht hat, erfreuen sich die so genannten Öko-Banken zunehmender Beliebtheit.
Die Verbraucher möchten zunehmen zwar gute Renditen erzielen. Doch wenn möglich, soll dabei immer öfter auch der Gedanke der ökologischen Nachhaltigkeit im Zentrum der Investitionen stehen. Auch wenn diese Geldanlage bisher noch als eine Art Nischenmarkt zu verstehen ist, verzeichnen die Banken wie die GLS mit Sitz im nordrhein-westfälischen Bochum vermehrt Zulauf von Kundenseite.
Insgesamt verzeichnete die GLS-Bank nur im Oktober 1000 zusätzliche Kunden, der Zuwachs bei den Kundenanlagen belief sich im gleichen Monat um 40 Millionen. In normalen Monaten vermehren sich die Einlagen sonst um etwa neun Millionen Euro.
Damit scheint sich offensichtlich im Denken der Geldanleger immer öfter festzusetzen, dass es beim Investieren nicht ausschließlich um Gewinne, sondern auch darum, dass das Investment ethisch vertretbar ist. Auslöser ist aus Sicht vieler Experten der Branche eben die derzeitige Krise. Ein Gesichtspunkt beim Wechsel der Anleger zu den ökosozialen Banken mag sein, dass die Investoren durch die extremen Verluste an der Börse nach sicheren Anlagemodellen suchen.
Nachhaltigkeit wird hier gerne mit Sicherheit gleichgesetzt, denn erneuerbare Energien wie Sonne und Biogas stehen für die Zukunft. Ein weiterer Aspekt ist der Wunsch, in unzweifelhafte Projekte investieren zu können, bei denen man auch sehen kann, wohin die Summen aus der Geldanlage eigentlich fließen.

