Grüne fordern von Banken Rückzahlung von Gewinnen aus HRE Rettung

Kaum eine wirtschaftliche Schieflage hat in den vergangenen Jahrzehnten wohl für so großen Wirbel gesorgt wie die Rettungsaktion für die marode Immobilienbank Hypo Real Estate.

Das systemrelevante Münchener Bankenhaus konnte überhaupt nur umfangreiche Millionenkredite gerettet werden, bevor es letztlich durch eine Verstaatlichung in die Obhut des Staates überging. Die Rettung war nur durch hohe Kredite realisierbar. Doch die kreditgebenden Banken haben dies nach jetzigem Stand der Dinge keineswegs ohne Verdienst getan.

So sollen nach Meinung der Grünen im Höchstfall Gewinne für die Banken in Höhe von maximal 400 Millionen Euro aus der Rettung entstehen. Im wahrsten Sinne des Wortes gingen etwa 100 Millionen Euro auf das Konto der Deutschen Bank, so die Einschätzungen der Grünen.

Wer für diese Gewinne finanziell als Finanzierer gerade stehen muss, ist klar: der deutsche Steuerzahler. Im Untersuchungsausschuss der HRE-Krise fordert nun der Obmann von Bündnis90/Grüne, Gerhard Schick, dass die an der Hypo Real Estate-Rettung beteiligten Banken diese Gewinne nicht für sich verbuchen sollten.

Vielmehr fordert Schick die Rückzahlung der Summen an den Staat, schließlich sei das Investitionsrisiko für die Banken bei den Krediten überschaubar hoch gewesen, da der Staat mit Garantien für die Darlehen gehaftet hätte.

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