Höhere Sparquote hilft Haushalten kaum in der Krise

Inzwischen hat sich wohl bis zum letzten Sparer herumgesprochen, dass die Krise auf dem Finanzmarkt längst nicht nur die Banken und die Wirtschaft betrifft und Schäden verursacht, die bleibende Spuren hinterlassen.

Aktuelle Schätzungen zu den Auswirkungen der Krise hat dieser Tage die Allianz veröffentlicht. So schätzen die Finanzexperten, dass die Haushalte durch die Krise beim Vermögen mindestens 110 Milliarden im Verlauf des Jahres 2008 eingebüßt haben.

Dabei sah es ohnehin schon nicht unbedingt rosig für die deutschen Sparer aus. Helfen können mittlerweile auch nicht mehr die verhältnismäßig und durch die staatliche Einlagensicherung geschützten Anlageformate wie Festgeld und Tagesgeld.

Denn auch dort sind die Angebote neuerdings deutlich verhaltener. Unter dem Strich lag die Sparquote der bundesdeutschen Haushalte 2008 um etwa 0,6 % höher als im Jahr zuvor. Dies entspricht einem Wert von nunmehr 11,4 %.

Das Gesamtgeldvermögen der Haushalte beziffert die Studie der Allianz/Dresdner Bank auf etwa 4,49 Billionen Euro. Im Vergleich dazu mögen die Verluste nicht allzu gravierend wirken, für den einzelnen Haushalt sind die Einbußen aber zweifelsohne erheblich.

Zudem war es in der Geschichte der Bundesrepublik erst das zweite Mal, dass das Geldvermögen der Verbraucher sank. Auf Sicherheit bedachten Anlegern empfehlen die Berater weiterhin, lieber Modelle im Stil von Tagesgeld zu nutzen, solange ein Ende der Krisenstimmung nicht erkennbar ist.

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