Einkommen sinkt

Hohe Inflation zehrt Löhne in Deutschland auf

Die Preise in der Euro-Zone und damit auch in Deutschland sind zuletzt wieder stark gestiegen. Allein in Deutschland liegt die Inflationsrate bei rund 2,6 Prozent. Eine Tatsache, die rückblickend betrachtet erhebliche Auswirkungen hat. Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung belegt, dass die Reallöhne in Deutschland durch die Inflation deutlich gesunken sind.

Die Daten für die Untersuchung des DIW stammen aus einer Umfrage von 20.000 Bundesbürgern. Anhand der vorliegenden Fakten lässt sich nachvollziehen, dass zwischen 2008 und 2010 die realen Einkommen der Deutschen um rund 1,5 Prozent abgesunken sind. Noch dramatischer ist die Entwicklung zwischen 2005 und 2010. Hier hat die Studie ein Absinken von sogar sieben Prozent ergeben.

Lohntüte wird immer schmaler

Welche Auswirkung hat das Absinken der Reallöhne? In der Politik wird immer wieder darauf verwiesen, dass die gute Konjunktur zu einem Lohnplus führt. Die Untersuchung des DIW belegt jetzt das genaue Gegenteil – viele Verbraucher haben immer weniger im Geldbeutel – trotz der Konjunktur.

Die Situation unterstreicht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung mit einer einfachen Rechnung. 2005 lag das reale Durchschnittbruttoeinkommen noch bei 2.087 Euro. Im Jahr 2010 – also nur fünf Jahre später – ist es um mehr als 100 Euro gesunken, auf 1.941 Euro. Diese Zahl macht deutlich, wieviel Kaufkraft durch die Inflation verloren geht. Und mit einer Entspannung ist nicht zu rechnen. Im Gegenteil – viele Experten sind der Meinung, dass auch in Zukunft die Inflation Löhne und Gehälter aufzehrt.

Von der Entwicklung sind im Übrigen nicht nur Geringverdiener, ungelernte Arbeitskräfte und mittlere Einkommen in Deutschland betroffen. Auch in Branchen und Berufen mit hohem Qualifikationsniveau sinken die Realeinkommen seit Jahren kontinuierlich – was Akademiker und andere Fachkräfte betrifft.

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