Inflation kann Tagesgeld-Zinsen retten

Gute Zinsen – schlechte Zinsen. Wie eine Daily Soap stellt sich die Lage auf dem Finanzmarkt für Tagesgeld-Nutzer in den vergangenen Monaten dar.

Nach boomenden Zinssätzen in der extremsten Phase der Krise, als die Banken dringend auf das Geld der Kunden angewiesen waren, wurden nun vor einigen Wochen die schlechten Zeiten ausgerufen beim Tagesgeld. Und auch beim Festgeldkonto sieht es für die deutschen Verbraucher nicht wesentlich besser aus. Ein Grund zum Wehklagen ist die momentane Situation bei der Suche nach der richtigen Geldanlage aber schon deshalb nicht, weil Klagen den Anlegern nicht ansatzweise weiterhelfen kann.

Darüber hinaus gibt es durchaus einen Vorteil in der jetzigen Lage: So ist die Inflation so niedrig, dass sich dank ihrer am Ende aus dem Tagesgeldkonto mit niedrigen Zinsangeboten von den Banken wenigstens im Direktvergleich mit anderen Formen der Investition gute Renditen erzielen lassen. Wer sich die Mühe des ausführlichen Vergleichs macht und dabei eben nicht nur die deutschen Anbieter als potentielle Tagesgeldanbieter erkennt, kann sich weit überdurchschnittliche Zinsen sichern.

Die Frage ist eher die, wie lange man sich der trüben Stimmung hingeben will, bevor man die Gelegenheiten nutzt. Denn noch gibt es gute Angebote. So lassen sich aus mittelmäßigen Zinsen beim Tagesgeld durch die niedrige Teuerungsrate gute Erträge machen. Um es bildhaft darzustellen: Im Frühjahr 2008 lag die Inflation bei rund drei Prozent. Jetzt, zwölf Monate später, liegt sie nur noch bei einem halben Prozentpunkt.

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