Irlandkrise: Was erwartet uns Verbraucher?

Die Schuldenkrise in Irland lenkt derzeit die Blicke vieler Experten in Richtung der grünen Insel. Während sich Dublin lange gegen die Hilfen der EU gesträubt hat, anscheinend nun aber doch unter den Rettungsschirm schlüpfen will, fragen sich vor allem Verbraucher, welche Folgen die Krise für sie haben kann. Speziell der Blick auf die Griechenlandkrise weckt einerseits die Hoffnung auf ein möglichst glimpfliches Ende, schürt aber gleichzeitig Ängste, inwieweit die gesamte EU für Irlands Schuldenpolitik wird bluten müssen.

Euro auf Talfahrt

Eine Folge bekommen wir direkt zu spüren. Die Krise setzt den Euro unter Druck, der bereits an Wert verloren hat. Eine Tatsache, die im Alltag nicht unmittelbar offen zutage tritt. Aber spätestens in der Import-Export-Branche Spuren hinterlässt. Ein niedriger Euro macht Einkäufe im Ausland teurer, stützt aber die Ausfuhr von Waren. Für Verbraucher besonders interessant – ein schwächerer Euro macht den Urlaub teurer.

Damit nicht genug, sobald sich die Irlandkrise auf die Konjunktur auszuwirken beginnt, sind auch die Sparer betroffen. Denn die EZB dürfte dann kaum an der Zinsschraube nach oben drehen, weshalb Festgeld oder Tagesgeld auch weiterhin nur Peanuts abwerfen. Im ersten Moment freuen werden sich dagegen Händler von Edelmetall. In Krisenzeiten suchen Anleger Sicherheit. Und greifen daher vor allem zu Gold & Silber.

Allerdings mahnen Experten zu Vorsicht. Im Fall einer überhitzten Nachfrage werden vermeintlich sicherer Edelmetalle zum Spekulationsobjekt. Kühlt sich der Markt ab, sinken die Preise. Und damit am Ende auch der sicher geglaubte Gewinn.

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