Island will Entschädigungsgesetz für Bankenbranche endlich umsetzen
Für Sparer, die seinerzeit in Island in angeblich so sichere Anlagemodelle investiert hatten, waren die vergangenen Monate alles andere als erfreulich. Viel zu lange hatte es gedauert, bis sich die isländische Regierung zu sinnvollen Vorgehensweisen durchgerungen hatte, um die Sparer aus aller Welt endlich im notwendigen Maße zu entschädigen bzw. Einlagen zurückzuzahlen.
Nun sind die Gespräche zwischen Island und den Regierungen der Niederlande und von Großbritannien zu einem recht zufrieden stellenden Ergebnis gekommen, so die derzeitigen Meldungen zur neuen Woche. Dabei ging es in erster Linie um den Bankrott der Icesave-Bank. In dieser Sache soll nun ein Gesetzesentwurf die Entschädigung der besagten Länder regeln, die per Vorkasse für ihre Anleger bereits in die wirtschaftliche Bresche gesprungen waren. Dabei geht es immerhin um eine Gesamtsumme in Höhe von 3,8 Milliarden Euro.
Großbritannien und die Niederlande haben nun dem Konzept zur Erstattung zugestimmt. Schon am heutigen Tage soll laut Islands Regierungschefin im Parlament die Zustimmung erteilt werden. Problematisch war bisher eine Extraklausel im Gesetzesentwurf zu den Entschädigungszahlungen aus Island, die sich auf ein Ende der Zahlungen ab dem Jahr 2024 bezog. Unabhängig von der Gesamtrückzahlung bis zu diesem Termin wollte Island ursprünglich die Rückzahlung beenden. Diesen Passus hat man im Entwurf nun entfernt.

