Junge Erwachsene zeigen wenig Interesse am Geld

Eine Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) in Zusammenarbeit mit dem FAZ-Institut hat ergeben, dass Geld für die Mehrheit der jungen Erwachsenen ein Gefühl von Freiheit vermittelt. Auch wenn 76 Prozent diese Empfindung haben, so stehen 54 Prozent der Befragten mit Geldangelegenheiten auf Kriegsfuß. Wiederum 44 Prozent haben angegeben, dass für sie zwar Geld notwendig sei, aber sie es eigentlich nicht wirklich interessiert.

Zugleich zeigt die Studie Alarmierendes – denn jeder Sechste in der Altersgruppe zwischen 18 und 39 Jahren hat das Gefühl, in Finanzfragen überfordert zu sein und aus diesem Grund zu kapitulieren. Vor allem Geringverdiener (33 Prozent), Alleinlebende und Frauen (jeweils 20 Prozent) haben dieses Gefühl. Erstaunlicherweise haben all jene mit einem geringen Einkommen auch einen geringen Anreiz sich um staatliche Förderungen zu kümmern. Für 20 Prozent trifft die Aussage zu „Geld macht nur Arbeit und bereitet Probleme“. Eine derartige negative Einstellung war vor allem bei den jungen Erwachsenen mit einem Haushalts-Nettoeinkommen von unter 1.000 Euro zu beobachten. Mit steigendem Einkommen nimmt die Zahl derer ab, für die Geldfragen problematisch seien.

Die Studie zeigt auch, dass die Einstellung zum Geld vererbt wird. Hat das Elternhaus die Kinder sparsam erzogen und gegen Risiken abgesichert, so ist die Neigung dies fort zu führen im Alter ebenfalls größer. Etwa zwei Drittel sparen auf eine mittelfristig geplante Anschaffung oder und legen sich eine eiserne Reserve zurück.

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