Kanzlerin fordert in EU weitere Kredite für Autofirmen
Über den Berg sind die Autokonzerne in den USA und Europa keineswegs. Und obwohl dies klar war, ist die Forderung der Bundeskanzlerin für viele etwas überraschend gekommen.
Merkel forderte beim Sondergipfel der EU, dass es in Europa weitere Programme mit Kreditofferten für die angeschlagene Branche geben müsse, um die Unternehmen nachhaltig zu unterstützen und drohende Kündigungswellen abzuwenden. Der Vorschlag der deutschen Spitzenpolitikerin geht dahin, dass der finanzielle Rahmen der so genannten Europäischen Investitionsbank für Antriebstechnologie erhöht werden soll.
Damit gibt Merkel jedoch keinesfalls für alle anstehenden Kredit-Forderungen grünes Licht. Dem Ersuchen Ungarns etwa nach Zahlungen aus dem Hilfsfonds der EU steht die Kanzlerin negativ gegenüber. Dabei benötigen die schwer getroffenen im Osten Europas aus Sicht des ungarischen Regierungschef bis zu 190 Milliarden Euro als Kredit von der Gemeinschaft, um die heimischen Wirtschaften wieder auf Kurs zu bringen.
Ein Gegenargument gegen zusätzliche Kredite für osteuropäische Länder außerhalb des Euro-Bündnisses ist die Tatsache, dass etliche Ländern mit der Währung Euro deutlich stärker unter der Finanzmarktkrise leiden müssen. Merkels Vorstoß in Sachen Kredite für den Automobilsektor stößt nicht überall auf offene Ohren.

