Kanzlerin im Clinch mit Banken
Eigentlich zeigte man sich in der Bankenbranche zunächst einmal durchaus zufrieden über die Wiederwahl der Bundeskanzlerin, vor allem jedoch über die neue Koalitionsbeteiligung der FDP. In einer Sache ist jedoch am Wochenende ein Streit zwischen Angela Merkel und den deutschen Großbanken entstanden.
Mit der aktuellen Forderung der Kanzlerin, die großen Banken müssten gesetzlich dazu angehalten werden, den Anteil am Eigenkapital deutlich aufzustocken, stößt auf rege Kritik bei den Vertretern der Branche. So beispielsweise beim Bankenverband, dessen Präsident im Rahmen der aktuellen IWF-Tagung deutlich auf falsche Schlussfolgerungen der Kanzlerin und dabei auf potentielle Nachteile für die Wirtschaft hinweist, sollten die Forderungen von Kanzlerin Merkel tatsächlich in die Tat umgesetzt werden.
Die Kanzlerin fordert schon seit geraumer Zeit mehr Sicherheit gegen die typischen Bankenrisiken, die durch ähnliche Maßnahmen wie in der Versicherungsbranche erreicht werden könnte. Schmitz, der Präsident des deutschen Bankenverbandes stellt in Istanbul jedoch klar, dass die Festlegung allein auf Basis der Bankengröße der falsche Ansatz sei. Dies lasse sich schon an den Auswirkungen der Finanzkrise erkennen. Denn in der Regel waren es nicht die Großbanken, die auf staatliche Intervention angewiesen waren. Mit Ausnahme der Commerzbank, die dieser Tage bereits Pläne für die Rückzahlung der Staatshilfen und Garantien arbeitet.

