Kapitalerhöhung bei Commerzbank besiegelt

Inwieweit sich die Aktionäre der Commerzbank mit den Plänen des Bundes anfreunden können, war vor der Hauptversammlung der Anteilseigner nicht grundsätzlich absehbar.

In Zeiten, in denen der Staat wie im Falle der Hypo Real Estate durchaus gewillt ist, eine Enteignung zum Ziele einer Bankenrettung als letztes probates Mittel in Betracht zu ziehen, wissen die Aktionäre allerdings wohl um die Risiken.

Die Commerzbank-Aktionäre haben nun aus diesem nahe liegenden Grund der Kapitalerhöhung zugestimmt. Auf diese Weise wird die Commerzbank – die als zweigrößtes deutsches Bankenhaus spätestens seit der Übernahme des Mitbewerbers Dresdner Bank in jedem Fall systemrelevant ist – dem Verlust geschlagenen Unternehmen finanzielle Unterstützung in Milliardenhöhe zuteil werden lassen.

Kritik an der Dresdner Bank-Übernahme vonseiten des Staates oder aus dem eigenen Unternehmen ist im Übrigen keineswegs zu vernehmen. Bei der Commerzbank selbst hält die Chefetage die Fusion auch zum jetzigen Zeitpunkt für einen strategisch wichtigen Schritt, der zuletzt auch den Kunden aus dem Privat- und Unternehmensfeld zugute komme.

Der Staat ist nach der Kapitalerhöhung im Besitz von einem Viertel der Aktien, plus einer einzelnen. Im Rahmen der Hauptversammlung sprachen sich rund 97,7 Prozent des Grundkapitals für eine solche Kapitalerhöhung aus. die Erhöhung beläuft sich auf etwa 1,8 Milliarden Euro, auf diese Weise steigt die Staatsbeteiligung nun auf fast 16,5 Milliarden Euro.

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