Keine Zusatzbeiträge zur GKV in 2011

2010 war für viele Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung ein schwarzes Jahr – zumindest, was die Beiträge betrifft. Die ersten Krankenkassen haben zusätzliche Beiträge verlangt, um sich zu finanzieren. Und die Versicherten damit noch mehr belastet. Gleichzeitig hat die Bundesregierung dafür gesorgt, dass Mitglieder der GKV auch in Zukunft nicht vor den Zusatzbeiträgen sicher sind.

Philipp Rösler, amtierender Gesundheitsminister und FDP-Politiker, hat für 2011 zumindest in diesem Bereich Entwarnung gegeben. Für das kommende Jahr rechnet er voraussichtlich mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag in Höhe von 0 Euro.

Gesundheitssystem mit Reform durchfinanziert

Das Gesundheitssystem erklärte Rösler mit dem neuen Reformpaket als durchfinanziert. Man werde das drohende Defizit von elf Milliarden Euro ausgleichen. Für die Versicherten bleibt trotzdem der Beigeschmack einer bitteren Pille. Schließlich haben in den letzten Tagen Meldungen für Aufsehen gesorgt, die deutlich zeigen, wer an den explodierenden Kosten im Gesundheitswesen mitverdient.

Einerseits die Pharmaindustrie, deren Medikamente in Deutschland teurer sind als anderswo. Auf der anderen Seite stehen die Ärzte, deren Honorare zwischen 2007 und 2009 zweistellig gewachsen sind.

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