KfW bringt Zinserhöhung bei Unternehmenskrediten
Vor dem Moment, in dem die ersten Experten die Krise für beendet halten, hatten viele Verbraucher und vor allem Unternehmen schon vor Monaten gefürchtet. Nun ist es zumindest in gewisser Weise so weit.
Bei der staatlichen Förderbank steht die erste Verteuerung auf dem Programm. Mit höheren Kosten müssen sich nun Unternehmen abfinden, die von Förderkrediten der KfW mit Laufzeiten ab einem Zeitrahmen von mindestens zehn Jahren Gebrauch machen wollen. Diese Kunden der Förderbank erleben nun eine Zinserhöhung von 0,2 Prozent.
Und auch bei den Baukrediten der KfW werden die Kunden der Bank stärker zur Kasse gebeten. Dort erwischt es bekanntlich die Verbraucherhaushalte selbst. Um 0,25 Prozentpunkte erhöht sich der Zinssatz bei diesen Darlehen. Bauherren, die sich über die KfW den Traum vom Energiespar-Haus erfüllen möchten, müssen nun also mit höheren Kosten kalkulieren als bisher.
Ein wenig überraschend wird die Zinsanhebung dann doch aufgenommen, auch wenn das Argument einer Kostensteigerung bei langfristigen Finanzierungsmodellen auf dem Kapitalmarkt durchaus nachvollziehbar ist. Denn immerhin gehört die Förderbank zu 80 Prozent dem Bund.
Und Finanzminister Steinbrück hatte als Vertreter des Bundes zuletzt vehement immer wieder kritisiert, dass die Banken ihre Konditionen bei den Krediten zum Vorteil der Kreditnehmer korrigieren. Aus dem Ministerium heißt es allerdings, die Politik dürfe sich auch bei der KfW nicht in die Zinspolitik einmischen.

