Kleine Banken in USA brauchen vermutlich Staatshilfe
Erst vor wenigen Wochen hatten sich die ersten der US-amerikanischen Bankenhäuser dazu durchgerungen, die Milliardenhilfen aus der Staatskasse zurückzuerstatten, um wieder eigenständig handeln zu können. Unter anderem mit der Folge, dass direkt wieder hohe Bonuszahlungen geplant oder bereits verteilt wurden. An anderer Stelle entsteht nun scheinbar erst der akute Erfolg.
Wie von Marktkennern erwartet, sind es nach aktuellen Meldungen aus der US-Finanzpresse die kleineren Banken, die mehr oder weniger eilig auf finanzielle Unterstützung des Staates angewiesen sein sollen. als Größenordnung spricht man in den Medien derzeit von etwa 12 bis maximal 14 Milliarden US-Dollar, die als Gesamtkapital erforderlich seien.
Diese Zahlen erschließen sich aus dem monatlichen Bericht zur Kreditlage, der vom staatlichen TARP- Sanierungsprogramm für den Bankensektor publiziert wurde. Mit dem frischen Kapital müssen Not leidende Kredite aus der Vergangenheit abgesichert werden. Der Bericht zeigt aber noch mehr.
So schätzen die Experten die 19 großen Banken nach Durchführung des oft erwähnten Stresstests als gut aufgestellt ein, auch wenn weiterhin mit Belastungen zu rechnen ist und zusätzlich ein erheblicher Bedarf an Eigenkapital bestehe.
Die TARP-Kreditanalyse ergab, dass die Belastungen selbst die Reserven der Großbanken übersteigen werden. Der Bericht fordert nun vor allem stärkere Unterstützung des Finanzministeriums und der amerikanischen Aufsichtsbehörden für die kleineren Banken im Lande.

