Kosten für Kredite steigen weiter an in Deutschland

Tagesgeld verliert immer weiter an Boden bei den Zinsen. Auch für Festgeld sieht es nicht anders aus. Wie gewohnt werden die Renditechancen für die Verbraucher innerhalb der Eurozone rasch in den Keller gehen, nachdem die Europäische Zentralbank nun wie erwartet vor dem Wochenende den Leitzins korrigierte.

Doch während mit Tagesgeld einstweilen kaum noch etwas zu verdienen ist, bestätigt der Deutsche Bankenverband in den Medien eine weitere Entwicklung, die im Grunde etwas widersprüchlich klingen mag. Ein sinkender Leitzins müsste eigentlich auch bei Kreditzinsen bleibende Spuren hinterlassen, die Vorteile für die Kunden bringen müssten.

Doch dem ist nicht so, wie auch der Verband der Banken in Deutschland bestätigen zugeben. Die Kreditzinsen sind bereits gestiegen. Die Banken seien gezwungen für höhere Risiken beim der Vergabe von Krediten auch entsprechende Gebühren und Zinsen zu erheben, um sich gegen Gefahren abzusichern.

Und so müssen private wie gewerbliche Kunden heute deutlich mehr für die Zinsen und Tilgungen berappen als vor der Krise, die den Banken wohl scheinbar gezeigt hat, dass die Kunden zu niedrig waren in diesem Bereich.

Möglicherweise werden die Kosten für Kredite noch weiter steigen, wenn sich die Lage durch die Schaffung einer Bad Bank – die man beim Bankenverband nach wie vor als dringend notwendig bezeichnet – nicht gravierend verändern sollte.

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