Kredithilfe für Chrysler auf dem Weg
Vielen Mitarbeitern des amerikanischen Automobilkonzerns Chrysler wird ein Stein vom Herzen gefallen sein, als sie die Meldungen über die Kreditvergabe durch die Regierung für den eigenen Arbeitgeber in den Medien erfahren durften.
Nachdem die Regierung in Washington schon vor den Weihnachtsfeiertagen nicht nur für Chrysler, sondern auch den ebenfalls leidenden Konzern General Motors finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 17,4 Milliarden Dollar bewilligt hatten, flossen nun an Chrysler die ersten vier Milliarden Dollar aus diesen zugesagten Mitteln.
Bob Nardelli selbst, der Chef des Unternehmens, hatte zum Wochenende die gute Nachricht bestätigt. Mit der Summe soll nun zuerst daran gearbeitet werden, dass die umfangreichen Umstrukturierungsmaßnahmen im Unternehmen weiterhin zügig fortgesetzt werden können. In erster Linie soll der Überbrückungskredit durch die US-Regierung dazu verwendet werden, zukünftig sparsamere Fahrzeuge zu produzieren.
Dringend benötigt werden die Gelder auch aus einem anderen Grund: Viele der Zulieferunternehmen in der Branche liefern nur noch gegen Cash, weil sie fürchten, sonst nicht bezahlt zu werden. Da kommt der Kredit als staatliche Finanzsprite gerade recht. Beantragt hatte Chrysler im US-Kongress insgesamt sieben Milliarden US-Dollar.
Für viele der fast 50 000 Mitarbeiter in den USA ist der Kredit wenigstens vorübergehend ein Schutz gegen drohende Kündigungen, die es dennoch im großen Maße geben wird.

