LBBW will offenbar staatliche Hilfe in Anspruch nehmen
Die LBBW ist die größte der eigenständigen Landesbanken und hat offenbar finanzielle Probleme, denn es ist angedacht, sowohl eine Bürgschaft aus dem Rettungspaket des Bundes anzunehmen, als auch eine Kapitalspritze des Landes Baden-Württemberg.
Das Bundesland ist einer der größten Eigner der Landesbank und hat sich nach Informationen von „Spiegel.de“ bereit erklärt, eine weitere stille Einlage zu tätigen, die etwa 6 Milliarden Euro umfasst. Die Bundesbürgschaft werde voraussichtlich ungefähr 30 Milliarden Euro betragen, wobei hier noch nichts feststehe, heißt es weiter. Mit der Kapitalspritze soll dem Bericht zufolge erreicht werden, dass die Kernkapitalquote wieder in den Bereich von 9 bis 10 Prozent gehoben wird. Das Land Baden-Württemberg könnte dabei laut des Berichtes sogar noch Gewinn machen, weil die Landesbank höhere Zinsen zahlt, als die Kreditaufnahme kosten würde.
Bis jetzt gab es noch keine Bestätigung seitens der LBBW, jedoch ist bereits für Freitag ein Gespräch angekündigt worden, um über die Geschäftslage der Bank zu diskutieren. Da die LBBW schon Ende Juni einen Verlust nach Steuern von 144 Millionen Euro zu vermelden hatte, kann man davon ausgehen,dass die Situation sich in den Krisenmonaten nicht unbedingt gebessert hat.
Sollte die LBBW am Freitag erklären, dass sie ebenfalls Hilfen aus dem Rettungspaket der Bundesregierung in Anspruch nehmen möchte, reiht sie sich neben der WestLB und der BayernLB in die die Riege der kriselnden Landesbanken ein.

