Lebensversicherungen mit sinkender Rendite
Die Überfliegerzeiten beim Geldanlegen sind zusehends vorüber, auch in vormals recht sicheren Bereichen geben die Renditen deutlich nach. So ist es kein Wunder, dass auch bei Policen wie der Lebensversicherungen inzwischen die Gewinne nicht mehr allzu überragend sind.
Verantwortlich zeichnen wie so oft die momentan schlechten Zinsaussichten auf dem Kapitalmarkt. Wie immer zeigt sich dennoch eines: Möglichkeiten gibt es durchaus, insbesondere dann, wenn die Anleger sich nicht nur mit den wirklich klassischen Formaten der Lebensversicherungen befassen.
Bei Laufzeiten von 30 Jahren erhalten Versicherte seit Jahresbeginn bei einem neuen Lebensversicherungs-Vertrag im Durchschnitt nur noch rund 3,85 Prozent, wenn sie per anno eine Summe von monatlich 100 Euro investieren. Hier haben die Veränderungen im Zuge der Krise einmal mehr gravierende Spuren hinterlassen.
Kunden, deren Police bereits seit den 1970er Jahren nutzen, können sich im Vergleich dazu über rund 5,32 Prozent freuen. Ein erheblicher Unterschied, der sich auf die Jahre gerechnet mit mehr als 20 000 Euro bemerkbar macht.
Der große Vorteil der Lebensversicherungen jedoch ist nach wie vor gegeben: Wer sein Geld auf diese Weise investiert, ist von Krisenstimmungen relativ unberührt. Denn die Versicherer verfügen über Rücklagen, über die fällige Versicherungsverträge jederzeit abgesichert sind.
Ebenfalls für Sicherheit in zinslicher Sicht sorgt auch in Zukunft der Garantiezins, der durch die Deutsche Aktuarvereinigung für Neuverträge auf 2,25 % ab 2010 festgelegt sein wird.

