Leitzinssenkung der EZB auf 2 Prozent – positives Echo

Der EZB-Rat hat einhellig die Leitzinsen in der Euro-Zone um 0,5 Prozentpunkte auf 2,0% gesenkt und damit auf die sich ausbreitende Rezession reagiert, die die Welt momentan in Schach hält. Mit der neuerlichen Zinssenkung wird der bisherige Tiefststand der Leitzinsen in der Euro-Zone von Juni 2003 erreicht. Sollten weitere Senkungen folgen, beträte die die EZB Neuland, wie “spiegel.de” berichtete.

Darüber hinaus kündigte der Chef der EZB, Jean-Claude Trichet, an, dass der EZB-Rat erst wieder im März zusammentrete, wenn es neue Daten der EZB-Volkswirte zur wirtschaftlichen Lage Europas gebe, heißt es weiter. Trichet äußerte zudem Bedenken, die Zinsen zu niedrig anzusetzen, weil es nicht sinnvoll sei, den Eintritt in die “Liquiditätsfalle” zu riskieren.

Die Reaktion auf den neuerlichen Zinsschritt der EZB war fast einhellig positiv. So äußerte der Sparkassen- und Giroverband Zustimmung und bezeichnete die Leitzinssenkung als geeignete Maßnahme gegen Deflation und Rezession. Andere Bankenverbände äußerten sich ähnlich und betonten, dass der Schritt bei der jetzigen Konjunkturlage das einzig Richtige sei.

Experten rechnen nach dem Bericht von spiegel.de bereits nach dem Februar mit weiteren Zinssenkungen. Der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken äußerte diesbezüglich, dass aufgrund der konjunkturellen Entwicklung weitere Zinsschritte einfach folgen müssten.

Es bleibt abzuwarten, was die neuerliche Leitzinssenkung in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung bringt. Aufgrund der Tatsache, dass von vielen Seiten weitere Zinsschritte für nötig gehalten werden, kann man jedoch davon ausgehen, dass die Leitzinssenkung bestenfalls den Abschwung etwas bremsen kann.

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