Lettische Parex-Bank verstaatlicht – deutsche Anlagen sicher
Seit dem Wochenende ist der lettische Staat der größte Anteilseigner der Parex-Bank und hält 51% aller Aktien. Die Parex-Bank ist das zweitgrößte Kreditinstitut in Lettland und hat auch 7.000 deutsche Kunden, die hauptsächlich Sparguthaben dort angelegt haben und die jetzt natürlich um ihr Geld zittern.
Fast automatisch denkt man dabei natürlich an die isländische Kaupthing-Edge Bank, dessen deutsche Kunden immer noch nicht wissen, ob und wann sie ihre Einlagen zurückerhalten. Der Unterschied zwischen diesen beiden Krisen besteht jedoch darin, dass die deutsche Zweigstelle der Parex-Bank freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken ist und damit die Einlagensicherheit bis zu einer Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Kunde garantieren kann.
Insgesamt verwaltet die deutsche Parex-Bank Zweigstelle fast 235 Millionen Euro Kapital, welches durch die Verstaatlichung, die im übrigen nur zeitweise gelten soll, momentan jedoch nicht gesperrt ist, weil die Geschäfte nach Aussage der Geschäftsführerin, Signe Kalnina zunächst normal weitergeführt würden.
Man darf gespannt sein, wie sich die Krise bei der Parex-Bank weiter entwickelt, aber mit dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken im Rücken bahnt sich für deutsche Anleger auf jeden Fall ein versöhnlicheres Ende als bei der Kaupthing Edge Bank an.

