Medikamenten-Wahlfreiheit als Kostenfalle
2011 hat sich zum Jahreswechsel in puncto Gesundheit einiges für den Verbraucher geändert. Die auffälligste Neuerung – eine Anhebung des Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung auf 15,5 Prozent. Aber auch in Bezug auf die Vergabe von Medikamenten hat sich etwas geändert. Patienten müssen nicht mehr zum Präparat der Kasse greifen. Die neue Medikamenten-Wahlfreiheit hat aber auch ihre Tücken.
Kostenfalle alternativer Medikamente
Greift ein Patient in der Apotheke nicht zum Medikament von einem Hersteller, mit dem die Krankenkasse einen Rabattvertrag geschlossen hat, kann es schnell teuer werden. Denn in der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Kassen nur verpflichtet, den Betrag zu übernehmen, der für Präparate angefallen wäre, die Betroffene eigentlich bekommen hätten.
In der Praxis könnten Patienten auf Arzneikosten in dreistelliger Höhe sitzen bleiben. Ein weiterer Kritikpunkt an der neuen Wahlfreiheit ist die Vorkasse. Wer alternative Medikamente in Anspruch nehmen will, muss zuerst ins eigene Portemonnaie greifen. Und kann nur darauf hoffen, einen möglichst hohen Anteil erstattet zu bekommen.
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