Neuverschuldung geringer als erwartet
Während der Finanz- und Wirtschaftskrise haben nicht nur Unternehmen Federn lassen müssen. Auch der Bund ist unter Druck geraten. Die Schuldenquote hat einen neuen Höchststand erreicht. Für das kommende Jahr rechnen Haushälter nun mit einer niedrigeren Neuverschuldung als ursprünglich angenommen und sehen der Zukunft etwas positiver entgegen.
Mehreinnahmen machen Hoffnung
Ein Grund für die positive Sichtweise ist das derzeit gute Wirtschaftswachstum. Ursprünglich war man von “nur” 1,4 Prozent ausgegangen. Inzwischen sehen Experten hier noch deutlich mehr Luft nach oben. Eine Tatsache, die dem Bund deutliche Mehreinnahmen durch Steuern bescheren könnte. Gleichzeitig hat die Regierung einen Puffer bei den Zinsausgaben. Norbert Barthle von der CDU bezifferte die Reserven allein hier auf bis zu 3 Milliarden Euro.
Unterstützung erhält der Haushaltsexperte Barthle von Kollegen aus den Reihen des Koalitionspartners. Wie Barthle halten sie eine niedrigere Neuverschuldung von weniger als 45 Milliarden Euro für möglich. Für die Verbraucher ist damit aber noch lange keine Hoffnung auf Steuerentlastungen verbunden. Denn Experten setzen darauf, zuerst den Haushalt zu konsolidieren, um erst im 2. Schritt Geschenke zu verteilen.
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