Nicht jedes kostenlose Girokonto ist wirklich kostenfrei

Die Werbung der steigenden Zahl an Banken suggeriert uns Kunden immer wieder vor allem eines: Bei unserem Angebot für ein neues Girokonto sind Kunden auf der sicheren Seite.

In der Regel wird damit geworben, dass die kostenlosen Girokonten ausnahmslos gratis und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen natürlich frei von Fallstricken sind. Das mag in den allermeisten Fällen denn auch korrekt sein.

Doch es gibt nach wie vor schwarze Schafe in der Branche, die ihren Kunden falsche Tatsachen vorgaukeln vor Vertragsabschluss mit undurchschaubaren Klauseln und versteckten Kosten. Halbwegs leicht verständlich als Kostenfaktor sind die so genannten Mindestgeldeingänge, die für ein Girokonto monatlich verpflichtend zugrunde gelegt werden.

Wird in einem Monat eine bestimmte Summe nicht erreicht mit den Geldeingängen wie Gehalt oder Rente, entstehen den Kontonutzern zusätzliche Gebühren für die Kontoführung. Gerade zum Monatswechsel hin werden Wochenenden mitunter nicht zur Buchung genutzt, so dass trotz regelmäßigen Geldeingangs Gebühren erhoben werden können.

Kosten für Scheckeinlösungen oder Überweisungen, die am Schalter eingereicht werden, ziehen oft hohe Kosten nach sich, die in keiner Relation zum eigentlichen Aufwand für die Mitarbeiter der Banken stehen. Nur die Online-Services sind vielfach kostenlos bei den Girokonten.

Wichtigstes Kriterium vor Eröffnung des neuen Girokontos sollte der Blick auf den Zinssatz beim Dispo-Kredit sein. Deutlich überdurchschnittliche Konditionen sind eine sichere Einnahmequelle für die Banken, die gönnerhaft mit einem angeblich vollkommen kostenlosen Girokonto Kunden gewinnen wollen.

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