Noch mehr faule Kredite
Wer in den letzten Tagen vielleicht schon drauf gehofft hatte, dass die Kreditkrise in den Vereinigten Staaten so langsam zu Ende wäre sieht sich nach neuesten Erkenntnissen deutlich getäuscht.
Es ist der Bankenausschuss, vor dem Beamte des Staates Washington die Meinung vertraten, dass die Krise noch lange nicht vorbei sei und eine neue Flut von faulen Krediten anrollt. Auch hierbei geht es wieder um die auch schon zuvor umstrittenen Immobilienkredite, die auch schon der Vergangenheit für den Super-Gau verantwortlich waren. Die bisherigen Verluste sind allerdings auf Schuldner zurückzuführen, die ihre Hypotheken nicht mehr bedienen konnten. Was allerdings jetzt zu einer erneuten Ausweitung führen könnte sind die Kredite der Wohnungsbaufirmen, denn der Markt stagniert und viele dieser Unternehmen geraten in eine wirtschaftliche Schieflage, auch wegen der laufenden Kredite.
Angenommen werden weitere Verluste in mehrfacher Milliardenhöhe, da der Markt für Häuser und Immobilien an sich abwärts geht. Auch die fallende Preisentwicklung ist ein Indiz dafür, dass nach und nach immer mehr Kredite nicht mehr abgezahlt werden können. Die Sachlage wird übrigens auch von verschiedenen, anderen Bundesbehörden der USA ganz ähnlich eingeschätzt, was übrigens zu einem krassen Gegensatz steht zu dem, was Investoren und Ökonomen sagen. Faule Kredite und somit die gesamte Krise belastet auch die Konjunktur stark. Hinzu kommen Ölpreis und der zurück gehende Konsum.
Wie sehr Immobilienkredite, bzw. Finanzierungen inzwischen abgelehnt werden, belegen die Unternehmensstatistiken eines führenden US-Unternehmens der Wohnungsbaubranche, deren Vertragsabschlüsse um rund ein Drittel zurückgegangen sind.

