Obama enttäuscht Börsianer und Banken
Eigentlich hatten viele darauf gehofft, dass der neue Präsident der USA, Barack Obama, bereits in seiner Antrittsrede für die beginnende Legislaturperiode klare Zeichen und Akzente setzt.
Zeichen dazu, wie er zusammen mit seinem Expertenteam den Kampf gegen die Rezession, die Bankenkrise und die Krise auf dem Immobilienmarkt be- und vor allem auch gewinnen will. Doch nur ganz am Rande äußerte sich der wichtigste Mann zu dieser Thematik. Manch einer sieht darin bestätigt, dass selbst die Politik ohne Lösungen machtlos auf die Märkte blickt.
Die Börsen der USA reagierten dementsprechend verschnupft auf die Rede an die Nation. 4% ging es zwischenzeitlich für den Dow Jones in den Keller, der Technologiewert-Index Nasdaq verlor sogar fast sechs Prozentpunkte. Schuld daran ist jedoch nicht einzig und allein die Rede des Präsidenten.
Noch immer fürchten viele Anleger, die Banken müssten erneut auf finanzielle Unterstützung durch den Staat hoffen, um die Trockenphase meistern zu können. Allein die Bank of America verlor am gestrigen Tage fast ein Drittel ihres Wertes und notierte nur knapp über dem Wert von fünf Dollar je Aktie.
Auch in Deutschland sieht es nicht viel besser aus. Bei den Banken gab die Commerzbank um deutlich mehr als sechs Prozent nach, bei der größten Bank, der Deutschen Bank, belief sich der Kursverlust immer noch auf knapp mehr als fünf Prozent. Die Hoffnung auf bessere Zeiten bei den Banken bliebt also einstweilen unbeantwortet.

