PKV: BaFin nimmt Provisionen ins Visier
Die private Krankenversicherung verspricht den Versicherten bessere Leistungen und eine bessere Gesundheitsvorsorge. Den Maklern spülen die Versicherungsverträge der PKV dagegen den einen oder anderen Euro in die Tasche. Und in Zeiten eines erbitterten Ringens um Neukunden ist die Vermittlung von PKV-Verträgen ein lohnendes Geschäft. Experten zufolge sind die Vermittlerprovisionen inzwischen auch einem Niveau angekommen, das teilweise 18 Monatsbeiträgen entspricht.
Teure Provisionen zulasten der Versicherten
Bei einem Monatsbeitrag von 200 EUR ergibt sich demnach eine Summe von 3.600 EUR – für nur eine vermittelte private Krankenversicherung. Diese Entwicklung will die BaFin jetzt etwas genauer unter die Lupe nehmen. Neben der Höhe der Provisionen stößt den Finanzwächtern auch auf, dass Versicherungsmakler Kunden bereits kurz nach Abschluss einer Versicherung schon wieder zum Wechsel drängen.
Eine Situation, die nicht im Interesse der Versicherten sein kann. Zumal hohe Provisionen seitens der Versicherungen am Ende wieder bei den Verbrauchern landen. Ein Vorschlag der BaFin: Kommt es kurz nach Abschluss der Versicherung zum erneuten Wechsel, sollte einfach ein Teil der Provision wieder einkassiert werden.
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