Porsche braucht doch Kredite vom Staat
Nun ist es also amtlich. Während die VW-Aktie an der Deutschen Börsen den familiär verbandelten Sportwagenhersteller Porsche immer deutlicher hinter sich lässt, kündigt man im Süden des Landes Kreditbedarf an.
Auf rund neun Milliarden Euro belaufen sich die Schulden bei Porsche nach den Meldungen der vergangenen Wochen. Dementsprechend gern gesehen wären die Milliardensummen von Volkswagen gewesen im Falle einer Übernahme.
Doch nun soll ein Kredit der staatlichen Förderbank KfW dabei helfen, die akuten Probleme zu bewältigen und wieder etwas Ruhe in die Unternehmenslage zu bringen. Rund 1,75 Milliarden Euro hat Porsche nun auch offiziell als angestrebten Kreditrahmen angegeben.
Staatliche Hilfe ohne Gegenleistung – dies wird man bei Porsche nicht müde zu betonen – will man nicht erhalten. Der Kredit soll zu den derzeit üblichen Konditionen des Marktes verwendet und zurückgezahlt werden. Dem Steuerzahler will das Traditionsunternehmen nicht auf der Tasche liegen.
Problematisch an der Anfrage für einen Kredit ist jedoch die Tatsache, dass als Höchstsumme, die für Großunternehmen aus dem Sonderkreditprogramm bereitgestellt werden darf, 300 Millionen Euro angesetzt sind. Das ist nur knapp ein Sechstel der momentan erhofften Summe, mit der Porsche die eigenen wirtschaftlichen Belastungen senken möchte.
Laut bisherigen Meldungen wäre dieser Kredit ohnehin zu niedrig, denn angeblich benötigt Porsche rund 2,5 Milliarden Euro, um die Geschäfte in der jetzigen Form aufrecht zu erhalten.

